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Konservierung und Restaurierung

Mein Leitungsspektrum umfasst sowohl die Konservierung und Restaurierung von Baudenkmäler, insbesondere von Architekturoberflächen (Wandmalerei, Putz und Stuck) als auch von musealen Objekte (Wandmalerei, Gips- und Steinobjekte). Neben klassischen Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen biete ich auch  Notsicherungsarbeiten, Bergungsarbeiten und Wiedereingrabungen von archäologischen Objekten an. Bei allen Arbeiten steht die Erhaltung des Kunstwerkes mit all seinen geschichtlichen Zeugnissen im Vordergrund. Die hier dargestellten Projekte sind beispielhaft ausgewählt, um ein Gesamtbild meines Tätigkeitsbereiches zu zeigen. Bei Interesse können die jeweiligen Dokumentationen gerne bei mir angefragt werden.

Wandmalereiabnahme – Werbeschild „Adolf Grünsfeld“ - Wien Museum

Mit der Abnahme der historischen Wandmalerei des Werbeschildes „Adolf Grünsfeld“ im Jahr 2020 wurde ein bedeutendes Stück Wiener Stadtgeschichte vor dem drohenden Verlust bewahrt. Das auf Putz ausgeführte Reklameschild, das einst die Fassade eines Geschäfts in Wien zierte, wurde in einem sorgfältig geplanten und schonenden Verfahren vom Baukörper gelöst. Nach der Abnahme wurde der bemalte Feinputz auf eine Aluminiumwabenverbundplatte appliziert und das Werbeschild restauriert. Die Präsentation in der Daueraustellung des Wien Museum ermöglicht es, dieses Zeugnis jüdischer Geschäftskultur und urbaner Werbegestaltung der Zwischenkriegszeit für kommende Generationen zu erhalten. Im Rahmen der musealen Präsentation ist das Objekt ein zentrales Zeugnis für das Schicksal der Wiener Juden bzw. von Hans Grünsfeld in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Maßnahme wurde unter enger Zusammenarbeit von Restaurator:innen und dem Kurator des Wien Museum realisiert.

Eine Stuckdecke wie ein Teppich – Restaurierung einer außergewöhnlichen Raumgestaltung von 1907 in der Seidengasse in Wien

Das Wohngebäude in der Seidengasse 20 im 7. Wiener Gemeindebezirk wurde im Jahr 1907 von dem Architekten Hans Dworak entworfen. Es handelt sich um ein repräsentatives und modernes Wohnhaus aus der Zeit der Jahrhundertwende. Im Rahmen einer restauratorischen Untersuchung kamen im Foyer des Hauses zahlreiche bemerkenswerte Details zutage, die ein eindrucksvolles Bild vom ursprünglichen Erscheinungsbild des Gebäudes vermitteln. Besonders hervorzuheben ist dabei der aufwendig gestaltete Stuckmarmor in Blau und Schwarz sowie eine außergewöhnliche Stuckdecke. Letztere weist eine Gestaltung auf, die stark an einen orientalischen Teppich erinnert. Diese Decke beeindruckt durch eine Kombination aus plastischen Strukturen – insbesondere kleinen Noppen – und einer farbenfrohen, polychromen Bemalung, die gemeinsam das Aussehen eines gewebten Stoffes imitieren. Die anspruchsvolle Restaurierung dieser Decke sowie des gesamten Stiegenhauses wurde 2022 durchgeführt und umfasste die mechanische Freilegung der Stuckdecke und einer Probeachse im Stiegenhaus. Im Anschluss an die Freilegung galt es die Flächen zu retuschieren und Teilbereiche im Stiegenhaus zu rekonstruieren.

Konservierung und Restaurierung von Dekorationsmalereien im Naturhistorischen Museum Wien

Für das Naturhistorische Museum Wien wurden fünf historische Säle konserviert und restauriert. Der Schwerpunkt lag auf der Reinigung und Festigung der Dekorationsmalereinen sowie der anderen Architekturoberflächen.

Dabei wurden auch Werke bedeutender Dekorationsmaler des 19. Jahrhunderts behandelt, darunter Malereien von Pietro Isella. Durch schonendende  Maßnahmen konnten die Oberflächen gereingt und stabilisiert und das ursprüngliche Erscheinungsbild wieder besser sichtbar gemacht werden.

      Konservierung und Restaurierung römischer Wandmalereifragmente – Archäologischer Park Magdalensberg

      Für den Archäologischen Park Magdalensberg wurden römische Wandmalereifragmente konserviert und restauriert. Die beschädigten alten Trägerplatten wurden durch neue, geeignete Träger ersetzt, auf die die Fragmente sorgfältig appliziert wurden. Anschließend erfolgten eine schonende Reinigung sowie die Festigung lockerer oder gelöster Malschichtbereiche.

      Diese Maßnahmen sichern die Erhaltung der Fragmente und ermöglichen ihre langfristige Präsentation und wissenschaftliche Nutzung.

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